Buxus sempervirens

Buchsbaumgewächse

Bestimmungsmerkmale

 

Der Buchsbaum wächst als Strauch oder auch als Baum und wird bis zu 4 m hoch. Die

kleinen: gelben Blüten sitzen zu mehreren in den Blattachseln. Ihre Blütezeit ist von März -

Mai. Die Laubblätter des Buchsbaums sind immergrün, stehen sich gegenüber, sind ledrig und

eiförmig.

 

Standort und Verbreitung:

 

Der Buchsbaum ist wild sehr selten zu finden. Er gedeiht an Hängen und in lichten Wäldern.

In Deutschland findet man den Strauch im Rhein-, Moselgebiet sowie in Teilen des

Schwarzwaldes. Viel häufiger allerdings trifft man ihn als Zierstrauch in Gärten, Parks und

auf Friedhöfen in verschiedenen Variationen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

 

Alle Teile der Pflanze, vor allem aber die Blüten und die junge Rinde enthalten das Alkaloid Cyclobuxin. Die Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfälle, Überregbarkeit und Krämpfe. Bei starker Vergiftung kann es auch zu Lähmungen und sogar zum Tod durch Atemlähmung kommen. Dies geschieht gewöhnlich nur bei falscher Anwendung der Pflanze

in der Volksheilkunde.

 

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

 

Homöopathisch findet der Buchsbaum Anwendung bei Rheuma und Fieber. Man benutzte ihn

früher auch als Chininersatz gegen Malaria. Das harte Holz verwendete man zu

Drechslerarbeiten.

 

Name:

 

Der Gattungsname Buxus kommt von dem griechischen Wort pyxos für fest, womit er sich

auf das feste Holz des Strauches bezieht. Der Artname sempervirens heißt in der direkten Übersetzung immer lebend (semper - immer, vivus- lebend) und auf die Pflanze bezogen

bedeutet er immergrün. Weitere Bezeichnungen waren Buschbaum, Bußboom und

Buskbaum.

 

Geschichtliches:

 

Buchsbaum wird bei vielen antiken Schriftstellern erwähnt. In der Volksheilkunde

verwendete man ihn bei Hauterkrankungen, Rheuma und Gicht. Hieronymus Bock hat keine

so große Meinung von dem Strauch: “Weitter will ich mit dem Buxbaum nichts zu thun

haben. Will aber jemandes ein rot haar haben / der mag Buxbaumen laub und Stengel inn

laugen sieden / und darmit sich zwagen.”

 

Der Buchsbaum ist geschützt!