Cheiranthus cheiri
Kreuzblütengewächse
BestimmungsmerkmalDer Goldlack ist eine 20 - 60 cm hohe Pflanze mit gelben, als Gartenpflanze auch mit orangen, roten und auch braunen Blüten. Sie sind 2 - 2,5 cm groß, duften stark und sitzen in Trauben endständig an der Pflanze. Die Blütezeit ist von Mai - Juni. Die Blätter des Goldlack sind schmal lanzettlich und behaart. Die Samen reifen in 4-9 cm langen, runden Schoten heran, die vom Stengel aufrecht abstehen. Dem Goldlack ähnlich im Aussehen und in der Wirkung ist der Ackerschöterich (Erysimum cheiranthoides).

Standort und Verbreitung:

Der Goldlack wächst wild an Felsen und Mauern, vorwiegen in Südeuropa. Häufig findet man ihn in zahlreichen Variationen als Gartenpflanze.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Goldlack enthält ein ähnliches Gift wie der Rote Fingerhut, es handelt sich dabei um
Herzglycoside, die in der ganzen Pflanze, vorwiegend aber in den Samen zu finden sind. Eine Goldlack-Vergiftung gleicht somit auch einer Vergiftung mit dem Fingerhut. Der Patient leidet

unter Erbrechen, sowie unter Herzrythmusstörungen. Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
In der Volksheilkunde nutzte man die Pflanze als abführendes und herzstärkendes Mittel. Die
Droge wurde auch bei Lebererkrankungen verwendet.
Name:

Der Name Goldlack bezieht sich wohl auf die Blütenfarbe der Pflanze. Den Gattungsname Cheiranthus, wie auch den Artname cheiri, gab man dem Goldlack, da er seines Geruchs wegen gerne in die Hand genommen wird (cheir - hand, anthos - Blume). Möglicherweise stand auch das arabische Wort kairi bei der Namensgebung Pate, was so viel wie wohlriechende Pflanze bedeutet.