Helleborus viridis
Hahnenfußgewächse
Bestimmungsmerkmale:Die Pflanze ist leicht an ihrer grünen Blüten mit den 5 Blütenblättern zu erkennen. Die
Blütezeit ist von März - Mai. Die Laubblätter der Grünen Nieswurz sind wintergrün, wie bei
den anderen Nieswurzarten auch. Sie sind 7 - 11fach geteilt, am Rand scharf gesägt und
stehen am Grund der Pflanze. Sie wird 15 - 40 cm hoch. In Gärten findet man häufig
Zuchtformen mit violetten Blütenblättern.

Standort und Verbreitung:

Die Grüne Nieswurz wächst in Ost- und Mitteleuropa in Laub- und Laubmischwäldern. Sie
braucht kalkhaltigen, nährstoffreichen und feuchten Boden. Die Pflanze ist sehr selten zu
finden.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Grüne Nieswurz enthält herzwirksame Glycoside und Protoanemonin. Die Vergiftungserscheinungen sind Kratzen in Mund und Rachen bedingt durch Reizung der Schleimhäute. Ferner kommt es zu Erbrechen und Durchfällen, zu unregelmäßigem
Herzschlag, zu Unruhe und Krämpfen. Lähmungen können Atemstillstand zur Folge haben.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Die Pflanze wird homöopathisch bei Hirnhautentzündung, Kreislaufschwäche,
Nierenentzündungen und Epilepsie eingesetzt.

Name:

Der Gattungsname Helleborus setzt sich aus den griechischen Worten helein für töten und bor
für Speise zusammen, was bedeutet, dass ein Verzehr der Pflanze tödlich sein kann. Der
Artname viridis kommt aus dem lateinischen und bedeutet grün, womit er auf die Blütenfarbe
hinweist. Den Namen Nieswurz erhielt die Pflanze wegen ihrer Verwendung in Nies- und
Schnupfpulvern.

Geschichtliches:

siehe Christrose

Die Grüne Nieswurz ist geschützt!