Phytolacca

sp. Kermesbeerengewächse

Bestimmungsmerkmale:

 

Die Blüten der Kermesbeere sind grünlich bis weiß und stehen in dichten Trauben aus denen

sich die dunkelroten bis schwarzen beerenförmigen Sammelfrüchte entwickeln. Die Blätter

haben eine elliptische Form, die Pflanze wächst bis zu 2 m hoch. Die Blütezeit ist von Juli -

August.

 

Standort und Verbreitung:

 

Die Kermesbeere ist aus Nordamerika zu uns gelangt. Man findet sie hier vorwiegend als

Zierstrauch in Gärten, im Süden ist sie auch verwildert.

 

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

 

Die gesamte Pflanze, vorwiegend aber die Wurzeln und die Samen enthalten

Triterpensaponine. Die Beeren stellen für Kinder, insbesondere für Kleinkinder, eine

besondere Gefahr dar. Bei Erwachsenen und älteren Kindern gilt eine Menge bis zu 10 Beeren

als harmlos, für kleinere Kinder kann diese Menge aber schon giftig wirken. Als Vergiftungssymptome zeigen sich Erbrechen, Beschwerden im Magen- und Darmbereich,

Durchfall und Krämpfe.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

 

Die Pflanze findet in der Homöopathie Anwendung bei Grippe, Angina und

Gelenkrheumatismus.

 

Name:

 

Der deutsche Name und der Gattungsname Phytolacca geben Hinweis auf die Verwendung

des Saftes als Farbstoff, das griechische Wort phyton bedeutet Pflanze, lacca kommt aus dem italienischen und heißt Lack. Die deutsche Bezeichnung ist dem arabischen Wort kermes für

rot entlehnt.

 

Geschichtliches:

 

Früher benutzte man den Saft zum Färben von Süßigkeiten und Wein. In der amerikanischen Volksheilkunde verwendete man die Pflanze als Rheumamittel, was allerdings oft zu

Vergiftungen führte.