Pieris
sp. Heidekrautgewächse
Bestimmungsmerkmale:
In unseren Breiten gedeihen 2 Arten der Lavendelheide. Zum einen die Amerikanische Lavendelheide (Pieris floribunda) und die Japanische Lavendelheide (Pieris japonica). Beide
Arten wachsen als Strauch, die Amerikanische Lavendelheide wird 1 - 2,5 m hoch, ihre
japanische Verwandte bis zu 4 m. Die beiden Arten tragen ihre glockigen, kleinen Blüten in
Rispen. Die Blüten der Japanischen Lavendelheide sind maiglöckchenähnlich, ihr buntes
Laub wirft sie im Winter nicht ab. Die Blätter sind länglich elliptisch und ähneln denen des Lavendels. Die grünen Zweige der Amerikanischen Lavendelheide sind behaart. Die
Sträucher blühen von April - Mai.
Standort und Verbreitung:
Beide Arten werden bei uns als Ziersträucher in Gärten angepflanzt.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Lavendelheide enthält den Diterpenester Acetylandromedol. Der Giftstoff ruft auf Haut
und Schleimhäuten Jucken und Brennen hervor. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen,
starken Darmkrämpfen und Durchfall. Die lähmende Wirkung des Giftes erzeugt Atemnot
und, bei entsprechender Dosis, auch den Tod.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Lavendelheide wird in der Heilkunde nicht genutzt.
Name:
Der deutsche Name bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen des Lavendels. Die Gattung erhielt ihren Namen Pieris nach dem in der griechischen Mythologie vorkommenden
Pieriden. Der Artname japonica weist auf die japanische Herkunft dieser Pflanze hin,
floribunda, der Artname der amerikanischen Art, bedeutet reichblütig.