Lupinus

sp. Schmetterlingsblütengewächse

Bestimmungsmerkmale:

 

Die Schmetterlingsblüten der Lupinen stehen in 30 - 50 cm langen Tauben, ihre Blütenfarbe

ist entsprechend der Art verschieden. So unterscheiden wir zwischen der Gelben Lupine

(Lupinus luteus), der Weißen Lupine (L. albus) und der Vielblättrigen Lupine

(L.polyphyllus), die blau und als Zuchtform auch rot blüht. Die Laubblätter sind fingerförmig

und bestehen aus 5 - 12 lanzettlichen Teilblättchen. Die Samen reifen in behaarten,

eingeschnürten Hülsen heran und haben einen bitteren Geschmack. Lupinen werden bis 150

cm hoch und blühen von Juni - August.

 

Standort und Verbreitung:

 

Sie wachsen als Zierpflanzen und werden auch als Wildfutter angepflanzt. Lupinen dienen der Bodenverbesserung und werden aus diesem Grunde auch untergepflügt. Gelegentlich sieht

man die Pflanzen verwildert wachsen.

 

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

 

Der höchste Giftgehalt, es handelt sich unter anderem um Lupinin und Spartein, befindet sich

in den Samen. Die Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Schluckbeschwerden,

beschleunigter Puls und Kreislaufstörungen. Bei schwerer Vergiftung leidet der Patient unter Krämpfen, es erfolgt aufsteigende Lähmung bis hin zur Lähmung des Atemzentrums.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

 

Lupinen werden in der Heilkunde nicht verwendet.

 

Name

 

Die Bezeichnung Lupine stammt von lateinischen lupus für Wolf und bezieht sich

möglicherweise auf die wolfsgrau behaarten Hülsen oder auf den bitteren Geschmack der

Samen. So ist eine weiter deutsche Bezeichnung auch Wolfsbohne.

 

Geschichtliches:

 

Lupinen werden schon seit 400 v. Chr. als Grünfutter angebaut und auch von Plinius gibt es

eine Beschreibung über die Gattung. Die in Nordamerika heimische Vielblättrige Lupine kam

1826 nach Europa.