Andromeda polifolia
Heidekrautgewächse
Bestimmungsmerkmale:
Die Rosmarinheide trägt rosafarbene, kugelige bis glockige Blüten. Sie stehen zu 2 - 8 Stück
in einem endständigen, doldigen Blütenstand. Die einzelnen Blüten hängen an langen,
ebenfalls rosafarbenen Stielen. Sie erscheinen von Mai - Oktober. Die Blätter haben eine lanzettliche Form, sind am Rand eingerollt und 1 - 3 mm breit. Die Pflanze wird 15 - 30 cm
hoch. Sie ähnelt dem Garten-Rosmarin und wurde bisweilen mit ihm verwechselt.
Standort und Verbreitung:
Die Rosmarinheide wächst in Hochmooren, sie benötigt nassen und sauren Torfboden. Da ihr natürlicher Lebensraum immer mehr durch Trockenlegung eingeschränkt wurde, ist sie sehr
selten geworden. Ihr Verbreitungsgebiet ist Mittel- und Nordeuropa, nach Süden hin wird sie
immer seltener.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Blätter und Blüten enthalten den Giftstoff Andromedotoxin. Vergiftung zeigt sich durch
verstärkten Speichelfluss, durch Brennen der Mundschleimhäute und Schluckbeschwerden.
Ferner kommt es zu Schwindelgefühl, kaltem Schweiß und rauschartigen Zuständen. Starke Vergiftung kann auch Krämpfe, Kreislaufstörungen sowie Atemnot mit Atemlähmung zur
Folge haben. Heutzutage sind Vergiftungen mit der Rosmarinheide, ihrer Seltenheit wegen,
nahezu ausgeschlossen. Bienenhonig aus Pflanzen die Andromedotoxin enthalten und eine Verwechslung der Rosmarinheide mit Garten- Rosmarin haben ebenfalls schon zu
Vergiftungen geführt.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Rosmarinheide wirkt blutdrucksenkend und wird zusammen mit anderen Wirkstoffen
pharmazeutisch verwendet.
Name:
Weitere gebräuchliche Namen sind Poleigränke, Gränke und Wilder Rosmarin. Sie wird auch Poleiblättrige Gränke und Lavendelheide genannt. Der Gattungsname Andromeda stammt aus
der griechischen Mythologie. Andromeda war die Tochter des äthiopischen Königs Cepheus
und der Cassiopeia. Andromeda wetteiferte mit der Göttin Juno, wer von beiden die Schönste
sei. Der Artname polifolia bedeutet vielblättrig.
Die Rosmarinheide ist geschützt!