Lonicera xylosteum

Geißblattgewächse

Bestimmungsmerkmale:

 

Die Rote Heckenkirsche ist ein 1 - 2 m hoher Strauch, der gelblich bis weiße, manchmal auch

rot überlaufene Blüten trägt. Sie werden 1 - 1,5 cm lang und sitzen zu zweit auf einem blattachselständigem Stiel. Die Blütezeit ist von Mai - Juni. Die Blätter sind weich behaart,

haben eine elliptische Form und sind gegenständig. Die Zweige der Roten Heckenkirsche sind

hohl. Die roten Beeren stehen, ebenfalls wie die Blüten, paarweise in den Blattachseln.

 

Standort und Verbreitung:

 

Die Rote Heckenkirsche wächst in Laub- und Laubmischwäldern, an Hecken und an Zäunen.

Sie bevorzugt kalkreichen Boden. Man findet sie in ganz Europa, mit Ausnahme des

äußersten Nordens und des Südens.

 

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

 

Die Giftigkeit der Roten Heckenkirsche kommt wohl von Saponinen, die reichlich in der

Pflanze vorhanden sind. Eine Vergiftung tritt gewöhnlich erst nach dem Verzehr von 30

Beeren auf. Sie zeigt sich durch starkes Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall, Fieber

und durch kalten Schweiß. Die Beeren stellen für Kinder eine gewisse Gefahr dar, schmecken allerdings bitter.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

 

Die Rote Heckenkirsche gleicht in ihrer Wirkung der des Echten Geißblattes, wird aber medizinisch nicht angewendet.

 

Name:

 

Die Rote Heckenkirsche trägt ihren Namen der roten, kirschähnlichen Früchte wegen. Den Namen Lonicera erhielt die Gattung von Carl v. Linne, in Erinnerung an den Arzt Adam

Lonitzer (1528 - 1586), der ein bekanntes Kräuterbuch geschrieben hatte. Der Artname

xylosteum verweist auf die Verwendung des harten Holzes der Roten Heckenkirsche bei Drechslerarbeiten (xyloholz-).