Tamus communis
Yamswurzelgewächse
Bestimmungsmerkmale:
Die Schmerwurz ist eine Kletterpflanze und erreicht eine Höhen von 3 m. Die Pflanze trägt männliche sowie weibliche Blüten. Die männlichen stehen in Rispen, die weiblichen Blüten
hängen in Trauben. Die Farbe der Blüten ist gelblich-grün, sie erscheinen von Mai - Juni. Die
Beeren werden bis zu 1 cm groß, sind erst grün, später gelb unter zur Fruchtreife scharlachrot gefärbt. Die Blätter der Schmerwurz sind lang gestielt, herz- bis eiförmig und wechselständig
angeordnet.
Standort und Verbreitung:
Die Pflanze wächst an Laubwaldrändern, Hecken und Gebüschen in Süd- und Westeuropa. In Deutschland ist sie am Bodensee, im Gebiet Mosel/Saar und in Teilen des Schwarzwaldes
wild anzutreffen.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Schmerwurz enthält giftige Saponine, wobei insbesondere die roten Früchte für Kinder
eine Gefahr darstellen. Die Vergiftungserscheinungen sind Brennen im Mund- und
Rachenbereich, es kommt zu Brechreiz und Durchfall. Größere Mengen können auch Lähmungserscheinungen hervorrufen. Die Wirkstoffe der Schmerwurz sind auch in der Lage Hautreizungen und Blasenbildung zu erzeugen. Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Homöopathie verwendet eine Tinktur aus der Wurzel bei Sonnenbrand. Ansonsten findet
die Pflanze keine medizinische Anwendung mehr.
Name:
Die deutsche Bezeichnung leitet sich vom althochdeutschen smerte für scharf ab, da die
Wurzel der Schmerwurz einen ebensolchen Geschmack hat. Weitere Bezeichnungen waren Feuerwurzel, Stickwurz