Symphoricarpos albus

Geißblattgewächse

Bestimmungsmerkmale:

 

Die Schneebeere oder Knallerbse, wie sie auch häufig genannt wird, wächst als Strauch und

wird 1 - 2 m hoch. Die weiß bis rosa gefärbten glockigen Blüten stehen in Trauben am Ende

der Zweige. Sie haben 5 Blütenblätter und erscheinen von Juni - August. Ab September

entwickeln sich die weißen, fleischigen Beeren, in denen jeweils 2 Samen heranreifen. Die

Beeren stehen dicht zusammen und hängen bis in den Winter am Strauch. Die Blätter haben

eine rundliche, elliptische Form und stehen sich gegenüber.

 

Standort und Verbreitung:

 

Die Schneebeere wächst bei uns vorwiegend als Zierstrauch, ist teils aber auch verwildert. Sie stammt aus Nordamerika und ist in ganz Europa verbreitet.

 

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

 

Die Pflanze enthält Saponine und einen bisher unbekannten Wirkstoff. Kinder sind durch

Spielen mit den Beeren gefährdet. Einerseits kann es durch das Zerdrücken der Knallerbsen

zu entzündlichen Hautreaktionen kommen, andererseits verursachen verschluckte Beeren Schleimhautreizungen, Erbrechen und Magenschmerzen sowie Durchfall.

Die Menge von 3 - 4 Beeren gilt als ungefährlich, Vergiftungen treten erst nach dem Verzehr

einer größeren Menge auf. Ernste Vergiftungen mit der Schneebeere sind nicht bekannt

geworden.

 

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

 

Die Schneebeere wird in der Heilkunde nicht genutzt.

 

Name:

 

Die weiße Farbe der Beeren oder die Tatsache, daß sie bis in den Winter am Strauch hängen,

gaben der Pflanze den Namen Schneebeere. Weitere Bezeichnungen sind Knallerbse und Knackbeere, da sie beim Zerplatzen leicht knallen. Der Gattungsname Symphoricarpos setzt

sich zusammen aus den griechischen Worten symphorein für zusammentragen und karpos für

Frucht. Der Name bezieht sich damit auf die eng zusammenstehenden Beeren. Der Artname

albus bedeutet weiß.

 

Geschichtliches:

 

Früher wurde die Schneebeere als Brech- und Abführmittel sowie zum heilen von Wunden

genutzt.