Galanthus nivalis
Amaryllisgewächse
Bestimmungsmerkmale:
Das Schneeglöckchen ist ein Zwiebelgewächs und bringt jeweils 1 weiße, nickende Blüte
hervor. Sie erscheint schon früh im Jahr, von Februar - März. Die Blüte hat 3 äußere und 3
innere Blütenblätter. Die inneren sind um die Hälfte kleiner als die äußeren, außerdem tragen
sie an der Spitze einen grünen Fleck. Die Pflanze bringt 2 linealförmige, fleischige Blätter
hervor. Sie wird 8 - 30 cm hoch.
Standort und Verbreitung:
Das Schneeglöckchen wächst in feuchten Laub- und Laubmischwäldern und wird seiner
frühen Blütezeit wegen gern in Gärten gezogen. Schneeglöckchen dürfen nicht abgepflückt
werden, sie stehen unter Naturschutz!
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Das Schneeglöckchen enthält verschiedene giftige Alkaloide, unter anderem das Galanthamin.
Die Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Durchfall, verengte Pupillen,
Schweißausbrüche und Benommenheit. Bei starker Vergiftung kann es auch zu Lähmungserscheinungen kommen.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Das Schneeglöckchen wird, wenn auch selten, in der Homöopathie bei bestimmten Herzleiden
eingesetzt.
Name:
Die Blütezeit und Blütenform gaben der Pflanze ihren Namen. Der Gattungsname Galanthus
kommt aus dem griechischen und setzt sich zu-sammen aus gala für Milch und anthos für
Blüte, bedeutet also soviel wie Milchblüte oder Milchblume. Der Artname nivalis stammt von
dem lateinischen Wort nivis für Schnee.
Das Schneeglöckchen ist geschützt!